Torfgewinnung

Ein wichtiger Rohstoff

Für die Herstellung von hochwertigen Blumenerden ist Torf ein wichtiger Rohstoff.
Seit unseren Anfängen 1884 bauen wir den Torf selbst ab.

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Wie wird
Torf gewonnen?

Es gibt zwei Gewinnungsmethoden: Im Sodenstechverfahren wird der Torf mit einer Torfstechmaschine ausgestochen (Soden), die sodann per Hand umgestapelt (geringelt oder gestukt) werden.

Das zweite Verfahren nennt sich Fräsverfahren, obgleich es eigentlich Grubberverfahren heißen müsste. Hierbei wird die Oberfläche (ca. 2 cm tief) mit einem Grubber aufgebrochen, nach ausreichender Trocknung (durch Wind und Sonne) gehäufelt und anschließend in Mieten gefahren.

Wo kommt der Torf her?

Torf für gartenbauliche Zwecke stammt ausschließlich aus Hochmooren, die in Deutschland überwiegend in Niedersachsen vorkommen. Wichtig zu wissen ist, dass lebende Hochmoore schon seit vielen Jahrzehnten in Deutschland nicht mehr abgebaut werden dürfen – diese Flächen sind streng geschützt.

Vielmehr werden ausschließlich bereits geschädigte Moore, d. h. bereits vorentwässerte Moore – in der Regel von der Landwirtschaft – abgebaut. Die Lagerstätte selbst ist als solche gar nicht zu erkennen, da sie meistens von einer Grasnarbe bedeckt ist und landwirtschaftlich genutzt wird. Ein hoher Anteil der in Deutschland eingesetzten Torfe stammt mit steigender Tendenz im Übrigen aus dem Baltikum.


Wie lange
dauert der Torfabbau?

Der Abbau einer Fläche dauert je nach Mächtigkeit und Gewinnungsmethode bis zu 25 Jahre.
Der Abbau im Fräsverfahren geht dabei schneller als im Sodenstechverfahren.

Was passiert
nach dem Torfabbau?

In der Regel werden die Flächen nach Abbauende renaturiert. Dazu müssen sie vom Abbauunternehmen so hergerichtet werden, dass beste Chancen für ein Wiederentstehen von natürlichen Mooren bestehen. Dies erfolgt insbesondere dadurch, dass in der Lagerstätte eine Hochmoortorf-Restmächtigkeit von 50 cm verbleibt und alle Entwässerungsgräben geschlossen werden.

Teilweise werden Flächen auch einer extensiven landwirtschaftlichen Nutzung überführt, damit bestimmte Tierarten einen optimalen Lebensraum erhalten. Die konkrete Folgenutzung wird bereits in der Abbaugenehmigung geregelt und hängt im Einzelfall von den naturschutzfachlichen Entwicklungszielen für das Gebiet ab.

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Auf warum-torf.info finden Sie umfangreiche Informationen hierzu.